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30 Prozent des Landes verkauft: Die Rolle des Großkapitals im Ukraine-Krieg

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Autor: Peter Haisenko
Quelle: https://www.anonymousnews.org/...
2022-09-07, Ansichten 566
30 Prozent des Landes verkauft: Die Rolle des Großkapitals im Ukraine-Krieg

Weizenproduktion in der Ukraine: 17 Millionen Hektar sind in der Hand US-amerikanischer Konzerne

Wenn Krieg geführt wird, geht es zumeist um wirtschaftliche Interessen. Dieser Aspekt wird bei den Betrachtungen zur Ukraine überhaupt nicht beleuchtet. Dabei befinden sich mit 170.000 Quadratkilometern etwa 30 Prozent der gesamten Fläche der Ukraine in ausländischen Besitz. Einer der neuen Großgrundbesitzer: US-Milliardär Bill Gates.

von Peter Haisenko

Nicht erst seit dem Maidan-Putsch liegt die Wirtschaft der Ukraine darnieder. Seit der Gründung dieses Staatsgebildes vor bald dreißig Jahren ging es nur bergab. Die Regierungen in Kiew versilberten alles, was irgendwie Geld in die Kassen bringen konnte. Allerdings war bis zum Putsch auf dem Maidan nicht erlaubt, Land in größerem Ausmaß an ausländische „Investoren“ zu verkaufen. Poroschenko hat das geändert. Seither sind riesige Landmengen an westliche Oligarchen verkauft worden. Bill Gates wird als Käufer genannt. In den USA selbst ist er schon zu einem der größten Landbesitzer aufgestiegen, aber in der Ukraine ist er vergleichsweise nur ein kleiner Fisch.

Kiew hat 30 Prozent des Landes verkauft

Die gesamte Fläche der Ukraine beträgt 600.000 Quadratkilometer. Der größte Teil davon ist wertvollstes Ackerland. 170.000 Quadratkilometer davon befinden sich aktuell in ausländischem Besitz. Das sind etwa 17 Millionen Hektar. Um hierzu einen Vergleich zu setzen, muss man wissen, dass es in ganz Italien nur 16,7 Millionen Hektar Ackerland gibt. Aber auch auf die Ukraine allein betrachtet, heißt das, dass nahezu 30 Prozent des gesamten ukrainischen Bodens nicht mehr den Ukrainern gehört. Dieser beispiellose Ausverkauf ist unauffällig während der letzten acht Jahre abgewickelt worden. Das hat es noch niemals in der Geschichte gegeben, dass ein Land fast ein Drittel seines Bodens in derart kurzer Zeit an ausländische Investoren verkauft hat. Wie war das überhaupt möglich?

Den privaten Besitz von Land gab es in der Sowjetunion nicht und folgerichtig auch nicht im Gebiet der Ukraine. Das ist im Wesentlichen auch so geblieben, bis zum Putsch auf dem Maidan. Es musste also der Staat selbst gewesen sein, der diese Ländereien anschließend an das westliche Kapital verhökert hat. Wohin dieses Geld aus den Verkäufen geflossen ist, ist genauso wenig bekannt, wie der Vorgang an sich. Eines sollte aber klar sein: Den Ukrainern selbst hat es nicht geholfen, während die Oligarchen ihre Vermögen weiter aufblasen konnten. Man darf auch annehmen, dass große Teile davon in die militärische Ausrüstung geflossen sind, die während der letzten sieben Jahre von Kiew aufgekauft worden ist.

Amerikanische Großkonzerne haben sich breit gemacht

Wem gehören also heute fast 30 Prozent des ukrainischen Bodens? Da fallen sofort drei amerikanische Großkapitalisten auf: Cargill, Dupont und Monsanto. Letzteres ist zwar offiziell ein deutsch-australisches Unternehmen, aber mit amerikanischem Kapital. Ihre Hauptaktionäre sind Vanguard, BlackRock und Blackstone. BlackRock ist ein Fonds, der ein Vermögen von 10 Billionen Dollar verwaltet, Vanguard verwaltet 6 Billionen Dollar, Blackstone 881 Milliarden. ( Eine „Billion“ sind 1.000 Milliarden ) Das sind also die Unternehmen, die die Zukunft nicht nur der Ukraine „gestalten“. Und nochmals: Diesen Unternehmen gehören fast 30 Prozent der Ukraine. Bei diesen 30 Prozent ist Bill Gates noch nicht eingerechnet. So ist es nur logisch, dass diese Kapitalgiganten ein starkes Interesse daran haben, wie es jetzt in der Ukraine weiter geht.

Wieviele Anteile des ausländischen Besitzes sich in den Regionen befinden, die bereits von Russland befreit worden sind, ist nicht bekannt. Sie sind, Stand heute, bereits für die ausländischen Investoren verloren. Ist es da ein Wunder, dass die Vasallen des Kapitals, also alle westlichen Regierungen, laut rufen, Russland darf und wird diesen Krieg nicht gewinnen? Geht es also wieder einmal nicht um die „Verteidigung unserer Demokratie“ oder gar um die Ukrainer selbst, sondern vielmehr um den „Besitz“ der westlichen Oligarchen? Befürchten letztere, dass bei einem Regierungswechsel in Kiew hin zu einem echten Rechtsstaat auch die dubiosen Landverkäufe genauer angesehen und möglicherweise annulliert werden? Dass aufgedeckt wird, wieviel Schmiergelder geflossen sind? Das wäre sowohl für die Aufkäufer als auch die politischen Akteure in Kiew eine Katastrophe. Ist das ein oder gar der wesentliche Grund für die bedingungslose Unterstützung des Putschregimes in Kiew?

In wessen Interesse handelt die Regierung in Kiew?

Zudem sollte man sich fragen, für wessen Interessen eine Regierung handelt, die 30 Prozent ihres Staatsgebiets ans Ausland verkauft. Begibt sich eine solche Regierung nicht freiwillig in den Status einer Kolonie? In den Zustand, dass billige ukrainische Arbeitskräfte für den Gewinn ausländischer Eigentümer arbeiten? Dass diese alles abschöpfen und für die Ukrainer selbst nur die Brosamen übrig bleiben? Eben in den Zustand, in dem sich Russland unter Jelzin befand, als britische Ölkonzerne in Sibirien Öl förderten und der Staat Russland sogar noch zuzahlen musste. Als sich Russland beinahe in einem Kolonialstatus gegenüber dem westlichen Kapital befand.

Vor der Erlösung kommt die Katharsis. Russland lag am Boden, bis Putin kam und dem Wahnsinn ein Ende bereitet hat. Kann man jetzt hoffen, dass nach der russischen Operation auch in Kiew ein „Putin“ an die Macht kommt, der das kaputte und korrupte Land aus den Klauen der Finanzoligarchen befreit und wirklich etwas für die eigene Bevölkerung tut? Das, und nur das, könnte die Ukraine stabilisieren und näher an europäische Standards bringen, in zehn oder zwanzig Jahren. Da würde es aber den Oligarchen nicht nur in der Ukraine ähnlich ergehen müssen, wie den Oligarchen in Russland, die Putin als eine seiner ersten Handlungen entmachtet hatte. Ist es das, wogegen der Westen da kämpft und die Waffen liefert?

Soll die Ukrane „germanisiert“ werden?

In der Ukraine ist es vor allem der Agrarsektor, der die Wirtschaft am Leben erhält. Die Industrieproduktion liegt darnieder und wenn neue Produktionsstätten errichtet werden, sind die auch in ausländischem Besitz. Das, um von den extrem niedrigen Löhnen zu profitieren. Also nochmals die Frage, in wessen Interesse eine Regierung handelt, die solche Vorgänge nicht nur duldet, sondern fördert oder gar selbst betreibt. Gibt es da vielleicht Vorbilder? Eines fällt mir da spontan ein: Deutschland oder besser die BRD. Deutschlands Kapital ist die Industrieproduktion. Doch wem gehört die und wohin fließen demnach die Dividenden, die Gewinne? Etwa achtzig Prozent der Aktien der DAX-Unternehmen sind in den Händen des amerikanischen Großkapitals.

Wenn man angesichts dieses Umstands und der mutwilligen Zerstörung der deutschen Industrie durch die irrsinnige, selbstzerstörerische Politik der Sanktionen gegen Russland von einer „Ukrainisierung“ Deutschlands spricht, wäre es dann falsch, von einer „Germanisierung“ der Ukraine zu sprechen? In dem Sinn, dass dort auch alles in amerikanischen Besitz überführt wird, was das Land an gewinnträchtigen Möglichkeiten bietet. Eben den fruchtbaren Boden und die billigen Arbeitskräfte, die immer noch eine gute Ausbildung haben. Und eben die übergroße Anzahl an Biolaboren, die die USA in der Ukraine betrieben haben.

Putin bereitet demokratische Entscheidungen vor

Putin hat am Anfang der Operation gesagt, er werde damit dem Weltbeherrschungswahn der Angelsachsen ein Ende setzen; der ungestörten Ausbeutung durch das Großkapital. Jetzt wurde klargestellt, dass Russland den Ukrainern helfen wird, ihre korrupte Regierung aus dem Amt zu jagen. Und nein, Russland plant nicht den Sturz der Regierung in Kiew nach CIA-Muster, sondern will bei einem demokratischen Prozess hilfreich sein. Ebenso, wie Russland Referenden vorbereitet, mit denen die Menschen in der Ukraine selbst bestimmen sollen, wie ihre politische Zukunft aussehen soll.

Dass ein solcher demokratischer Vorgang nicht im Sinn der ausländischen Landbesitzer sein kann, ist selbsterklärend. So kann man sagen, dass diese Großkapitalisten zumindest ein großer Teil der Kampagnen sind, die die unbedingte Solidarität mit Kiew fordern und die Waffenlieferungen, an denen sie auch noch verdienen. Es geht also bei der Ukraine wieder einmal keineswegs um die Schicksale der Ukrainer oder die der Europäer, sondern nur um Geld, Gewinn und die zugehörige Macht. Es wäre an der Zeit, dem Beispiel Putins zu folgen und auch im Westen die Oligarchen zu entmachten. Das könnte ein Schritt in Richtung eines Weltfriedens sein und den hat Putin mit seiner Sonderoperation eingeleitet. Danke dafür!


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