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Die Ortskräfte kommen: Asylwelle aus Afghanistan

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Autor: Mario Alexander Müller
Quelle: https://www.compact-online.de/...
2021-10-19, Ansichten 290
Die Ortskräfte kommen: Asylwelle aus Afghanistan

Nicht nur aus Richtung Weißrussland, auch aus Afghanistan droht eine neue Migranten-Welle. Sie könnte noch deutlich schlimmer sein als 2015 – die Deutschen werden derweil mit Märchen eingelullt. Ein Auszug aus der Oktober-Ausgabe von COMPACT

Kabul, August 2021: Elitesoldaten des österreichischen Jagdkommandos schlagen sich durch den flirrenden Dschungel der Stadt, nachdem die Taliban die Macht übernommen haben. An den Straßenecken errichten Islamisten Checkpoints, Friseure übermalen Frauengesichter auf Werbetafeln, überall weht die Fahne der neuen Herren. «Es gibt keinen Gott außer Allah, (und) Mohammed ist sein Gesandter», steht darauf in arabischer Schrift.

«Innerlich verachten uns diese Menschen.» Ehemaliger Oberst

Der Auftrag der Männer: Österreicher zum Flughafen bringen, raus aus dieser Hölle – dafür setzen sie ihr Leben aufs Spiel. Doch unter den Geretteten sind auch 76 Asylanten. Sie waren auf «Heimaturlaub» in dem Land, aus dem sie angeblich geflohen sind. Bald schon fliegen sie im Bauch eines Militärtransporters wieder Richtung Westen.

Alte Bekannte

Es sind irre Szenen, die sich in diesem August in Afghanistans Hauptstadt abspielen. 70 Prozent der Deutschen – das zeigt eine aktuelle YouGov-Umfrage – befürchten einen neuen Flüchtlingsansturm. Tatsächlich erinnert vieles an die Jahre 2015/16, als Angela Merkel die Grenzen für Millionen Fremde öffnete. Damals kamen vor allem Syrer (zumindest gaben sie sich als solche aus), aber auch rund 280.000 Afghanen waren dabei.

Politiker und Medien wollten in den Migranten gerne vor Unternehmergeist sprühende «Fachkräfte» sehen. Heute wird dieser Begriff allenfalls noch mit einer gehörigen Portion schwarzem Humor gebraucht. In Leipzig etwa hat es der ehemalige afghanische Minister Syed Ahmad Shah Sadaat gerade mal zum Lieferando-Fahrer gebracht und dürfte damit noch zu den gelungeneren Beispielen von Integration zählen. Darum sagt man statt Fachkraft jetzt lieber «Ortskraft».

bilder-magazin-2021-10-050.jpgCharterflüge für Migranten: Luisa Neubauer auf der Pressekonferenz der NGO-Initiative. Foto: pa / Jörg Carstensen

Außenminister Heiko Maas, von dem Desaster in Afghanistan offenbar völlig überrascht, sprach von «zehntausenden Ortskräften inklusive ihrer Familien», die die Bundeswehr zusammen mit den wenigen noch im Land verbliebenen Deutschen ausfliegen müsse.

Doch mit dem Flüchtlingstaxi war es schon nach knapp zwei Wochen wieder vorbei – weil die USA ihre Evakuierungsmission früher beendeten, als der Bundesregierung lieb war. Aus eigener Kraft ist die deutsche Armee offenbar schlicht nicht mehr in der Lage, eine Luftbrücke in schwieriges Territorium aufrechtzuerhalten.

Bis die Türkei den Flughafenbetrieb – wie bereits angekündigt – wieder aufnimmt, müssen die staatlichen Shuttleflieger also warten. Dafür starteten nach Ende der Bundeswehrmission allerdings andere Truppenteile.

Der Grünen-Europapolitiker Erik Marquardt charterte mit Unterstützung linker Schlepper-NGOs ein Privatflugzeug mit dem Ziel, möglichst viele Afghanen «erst mal unbürokratisch» (Süddeutsche Zeitung) nach Europa zu bringen. Auf der Pressekonferenz der Initiative am 1. September sprach eine Aktivistin aus, was damit gemeint ist: «Alle Menschen» hätten «das Recht, nach Deutschland zu kommen».

99 Prozent befürworteten die Scharia.

Damit war die junge Frau gar nicht so weit von der Bundesregierung entfernt, wie sie glaubte. Denn auch im politischen Berlin hatte man es mit der Bedeutung des Begriffs «Ortskraft» nicht allzu genau genommen. Tatsächlich waren nach Angaben des Innenministeriums von 3.849 ausgeflogenen Afghanen nur 138 frühere Hilfswillige – das entspricht gerade einmal 3,6 Prozent.

Selbst wenn man die Angehörigen mitrechnet, waren es immer noch weniger als ein Fünftel der Neuankömmlinge. Kein Wunder: Auf eine Anfrage der Grünen hatte die Regierung noch 2018 angegeben, lediglich 576 «Ortskräfte» zu beschäftigen. Hinzu kamen 1.300 lokale Mitarbeiter im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Insgesamt sind das weniger Menschen, als Deutschland bereits ausgeflogen hat. Aus welchem Hut Maas zehntausende angebliche «Ortskräfte» zauberte, bleibt ein Rätsel.

Keine treuen Askaris

Hinzu kommt noch, dass die ohnehin zahlenmäßig überschaubaren Hilfswilligen alles andere als die treuen Askaris waren, als die sie uns jetzt verkauft werden. In einem Leserbrief an die FAZ warnte Oberst a. D. Thomas Sarholz am 26. August mit drastischen Worten vor der Aufnahme der Kollaborateure. «Selbstlosigkeit war das Letzte, was diese Leute angetrieben hat, um für uns zu arbeiten», so der ehemalige Kommandant der Militärbasis Camp Warehouse in Kabul. (…) Ende des Textauszugs.

Den vollständigen Beitrag lesen Sie im Afghanistan-Dossier der Oktober-Ausgabe von COMPACT. Hier bestellen oder auf das Banner unten klicken.


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