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"Haaretz": Netanjahus Armee hat am 7.10. Israelis getötet

swaine1988
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Autor: Jürgen Elsässer
Quelle: https://www.compact-online.de/...
2023-11-28, Ansichten 271

Die israelische Tageszeitung bestätigt die sensationelle Recherche von Bestseller-Autor Gerhard Wisnewski in der Dezember-Ausgabe von COMPACT-Magazin: Mossad und Tiefer Staat haben die Hamas am 7. Oktober förmlich eingeladen, den Grenzzaun zu durchbrechen und tief nach Israel einzudringen. Mehr noch: Bei dem völlig verspäteten Versuch, die Angreifer zurückzuschlagen, wurden unterschiedslos Terroristen und israelische Geiseln beschossen – und getötet.

Gerhard Wisnewski ist ein großer Coup gelungen. Für sein Jahrbuch „Verheimlicht – vertuscht – vergessen 2024“ stellte er ein Dossier zusammen, das die Mitverantwortung israelischer Geheimdiest- und Sicherheitskreise beim Hamas-Überfall am 7. Oktober beweist. Bei dem Überfall starben 1.200 Israelis, darunter fast 900 Zivilisten, viele davon wurden grausam massakriert. Einen Vorabdruck können sie hier lesen.

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„Endzeit. Der Netanhau-Plan“ – COMPACT 12/2023

Wisnewski stellt in COMPACT 12/2023 zusammen, wie die vordem bestgesicherte Grenze der Welt in Vorbereitung des Hamas-Angriffs gezielt entblößt wurde – als Einladung für die Angreifer. Das israelische Militär und der Geheimdienst ignorierten permanent Warnungen vor einem möglichen Angriff . Laut dem israelischen Nachrichtenportal N12 berichteten Wachen an der Grenze zum Gazastreifen über Wochen von ungewöhnlichen Aktivitäten der Hamas-Terroristen. Die Kommandanten hätten die Warnungen allerdings bagatellisiert und warnende Stimmen massiv zum Schweigen gebracht, klagte einer der Soldaten. So habe einer der Kommandanten gesagt:

„Ich möchte nicht noch einmal von diesem Unsinn hören. Wenn du uns noch einmal mit diesen Dingen belästigst, wirst du vor ein Kriegsgericht gestellt.“

„Haaretz“ im Fokus

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7. Oktober 2023: Eine militante Gruppe der Hamas besetzt einen israelischen Panzer. Foto: Saeed Abdelaziz, CC BY-SA 4.0 , via Wikimedia Commons

Wisnewskis sammelte Zeugenaussagen von Israelis, die als Soldaten über Jahre am Gaza-Streifen postiert waren. Eine ex-Soldatin berichtet: „Ich habe während des Gaza-Krieges 2014 in der Gaza-Division gedient… Hören Sie mir zu, und hören Sie mir gut zu: Es gibt keine Möglichkeit, dass sich jemand der Grenze nähern kann, ohne dass wir davon wissen.“ Seine gesamte Recherche lesen sie hier.

Wie eine Bestätigung von Wisnewski lesen sich die jüngsten Veröffentlichungen von „Haaretz“. We selbst die „Tagesschau“ vor zwei Tagen berichtete, geriet das Blatt damit selbst ins Fadenkreuz der Netanjahu-Regierung. Auszug aus der „Tagesschau“:  „‚Haaretz'“ gilt als säkulare, kritische Stimme in der Medienlandschaft Israels. Nicht allen in der Regierung gefällt die Berichterstattung. Der Kommunikationsminister bereitet Strafmaßnahmen gegen die Zeitung vor. (…) Karhi, der Mitglied der Likud-Partei von Premierminister Benjamin Netanyahu ist, warf der Zeitung vor, als ‚Sprachrohr für die Feinde‘ des Landes zu agieren. Die Zeitung zitiert aus einem Brief des Ministers an ‚Haaretz‘. Darin heiße es weiter, die Zeitung betreibe Desinformation und zersetzende Propaganda, um die Kriegsziele Israels zu unterminieren. (…) Karhi drohte dem Blatt außerdem indirekt mit dem Kriegsrecht: ‚Es könnte sein, dass einige Veröffentlichungen der Zeitung sogar die Grenzen des Erlaubten überschreiten, die laut Strafgesetzbuch in Kriegszeiten gelten.'“

„Friendly fire“ tötete am 7.10. viele Israelis

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Shani Louk, das prominenteste Mordopfer der Hamas unter den Festivalbesuchern, deutsche Staatsbürgerin. Foto: By Unknown photographer – Original publication: UnknownImmediate source: https://www.independent.co.uk. Fair use, https://en.wikipedia.org/w/index.php?curid=75186729

Die Recherchen von „Haaretz“ beziehen sich zum einen auf das Massaker am Schlusstag des Rave-Festivals bei Re’im in der Negev-Wüste. Dazu passend stellte Wisnewski bereits in seinem neuen Jahrbuch „verheimlicht – vertuscht – vergessen“ einige verstörende Seltsamkeiten fest: „Wie kam es eigentlich dazu, dass in unmittelbarer Nähe der Gazagrenze ein Festival gefeiert wurde? Eigentlich sollte die Party nämlich weit weg steigen (…). Die Fete „sollte ursprünglich nicht auf dem Gelände von Re’im stattfinden, ’sondern wurde erst zwei Tage vor Beginn dorthin verlegt, als ein anderer Standort im Süden Israels ausfiel‘ (billboard.com, 8.10.2023). Aber das war wohl nicht die einzige Verlegung: Gleichzeitig wurden Grenztruppen vom Gazastreifen in das Westjordanland verlegt, also abgezogen, wie auch die Journalistin Fenigson berichtete. Den Festivalteilnehmern wiederum wurde der genaue Ort der Fete ‚erst wenige Stunden vor Beginn am Freitag um 22 Uhr mitgeteilt‘ (Frankfurter Rundschau, online, 10.10.2023). So stolperten die Hamas-Leute nach ihrem Durchbruch durch die Grenze praktisch zwangsläufig über das Festivalgelände. Praktischerweise führte auch nur eine Straße daran vorbei, so dass man sie auf beiden Seiten sperren konnte. Mit anderen Worten sieht das aus wie ein Rendezvous zwischen der Hamas und den Festivalbesuchern – ein Rendezvous, von dem Letztere freilich nichts wussten. Man könnte glauben, die Menschen wurden der Hamas hier zum Fraß vorgeworfen.“

Über 360 Festival-Besucher wurden ermordet – zweifellos ein schreckliches Massaker, das auf Konto der Hamas ging. Aber ein gewisser Teil der Toten geht auch auf das Konto der israelische Armee, die, als sie spät ankam, mit einem Apache-Hubschrauber unterschiedlos auf Hamas-Kämpfer und Raver feuerte. „Haaretz“ berichtete mit Bezug auf anonyme Polizeiquellen: „Eine Untersuchung des Vorfalls ergab, dass ein Kampfhubschrauber, der vom Stützpunkt Ramat David aus am Tatort eingetroffen war, auf die Terroristen schoss und offenbar auch einige der Feiernden traf.“

Das Massaker im Kibbutz Be’eri

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Kibbutz Be’eri nach dem Massaker am 7.10.2023. Massenhaft Einschusslöcher und ein Mauerdurchbruch durch schweres Kaliber; Foto: By Kobi Gideon / Government Press Office of Israel, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=138950819

Ähnlich muss die Lage im Kibbutz Be’eri gewesen sein, wo am 7. Oktober über 100 Menschen ermordet wurden. Beim Versuch, möglichst viele Geiseln zu verschleppen, ging Hamas mit unerhörter Grausamkeit vor, durchkämmte die Häuser und erschoss wahllos vor allem die Männer. Kinder, Frauen und Alte sollten hingegen nach Gaza verschleppt werden, um sie gegen palästinensische Geiseln auszutauschen, die in israelischen Gefängnissen einsitzen (Der Austausch hat bekanntlich in den letzte Tagen begonnen). Als die israelische Armee am Nachmittag in Be’eri eintraf, beschoss sie die in Häusern verschanzten Terroristen, obwohl sie wusste, dass sie israelische Geiseln bei sich hatten.

Ein Mitglied des Sicherheitsteams für den Kibbuz Be’eri berichtete gegenüber „Haaretz“, dass „die Kommandeure vor Ort schwierige Entscheidungen trafen – einschließlich der Beschießung von Häusern auf ihre Bewohner, um die Terroristen zusammen mit den Geiseln zu eliminieren.“ Ein Kommandeur eines Panzerbataillons erinnerte sich daran, dass er den gleichen Befehl erhielt, als er am Einsatzort eintraf, und erklärte in einem Videointerview: „Ich kam in Be’eri an, um Brigadegeneral Barak Hiram zu treffen, und das erste, was er von mir verlangte, war, eine Granate auf ein Haus abzufeuern .“

Yasmin Porat war am 7. Oktober in Be’eriv von der Hamas als Geisel genommen worden, wurde aber im Verlaufe des Nachmittags befreit (ihr Geiselneher ergab sich). Sie hielt sich dann bei den israelischen Truppen auf. „Ich saß mit dem Kommandeur der Einheit zusammen“, erinnerte sich Porat gegenüber dem israelischen Radiosender „Kan“, „und ich beschrieb ihm, wie das Haus aussieht, wo die Terroristen sind und wo die Geiseln sind. Ich habe es sogar für ihn gezeichnet: ‚Sehen Sie, hier auf dem Rasen liegen vier Geiseln, die so auf dem Rasen liegen. Hier sind zwei, die unter der Terrasse liegen. Und im Wohnzimmer liegt eine Frau so, und eine Frau liegt so.'“

Um 16 Uhr begann ein Feuergefecht zwischen den Militanten im Haus und den auf der anderen Straßenseite stationierten israelischen Spezialeinheiten. Nachdem es den Israelis nicht gelungen war, die Hamas-Kämpfer zu vertreiben, forderten sie um 19:30 Uhr einen Panzer an. Porat beschrieb ein Gefühl der Panik, als sie den Panzer in die kleine Gemeinde rollen sah: „Ich dachte mir: ‚Warum schießen sie mit Panzergranaten in unser Haus? Und ich fragte einen der Leute, die bei mir waren: „Warum schießen Sie? Sie erklärten mir, dass sie damit die Mauern einreißen, um das Haus zu säubern.“ Auf der anderen Straßenseite hörte Porat zwei laute Explosionen. Der Panzer hatte ein paar Granaten auf das Haus abgefeuert. Vor dem Haus lagen ihr Partner Tal, ein weiterer Mann namens Tal und das Ehepaar, dem das Haus gehörte, Adi und Hadas Dagan. Auch die 12-jährigen Zwillinge Liel und Yanai Hatsroni und ihre Großtante waren da. Als sich der Staub verzogen hatte, kam nur Hadas Dagan lebend aus dem Haus. (Die englische Übersetzung von Porats Schilderungen besorgte das Portal „Grayzone“, das derzeit verdienstvolle Aufklärungsarbeit macht)

Solche Augenzeugenberichte will die Netanjahu-Regierung unterdrücken – deswegen die Angriffe auf „Haaretz“. Umso wichtiger ist es, dass Sie die ungeschminkte Recherche von Gerhard Wisnewski über die Lügen des 7. Oktober in der neuen Dezemberausgabe von COMPACT verbreiten! Der Mut zur Wahrheit muss sich durchsetzen!

Neben Wisnewskis bahnbrechender Untersuchung enthält die Dezemberausgabe von COMPACT noch weitere brisante Artikel zur Eskalation in Nahost, der Lunte zum Dritten Weltkrieg.

Titelthema von COMPACT 12/2023: „Endzeit – Wie Fanatiker den Weltuntergang planen“. Klare Analysen und knallharte Fakten zum Thema auf 68 Seiten. Aus dem Inhalt:

Endzeit _ von Jürgen Elsässer

Ultraorthodoxe Juden sehen den Gaza-Krieg als Auftakt zur alttestamentarischen Apokalypse. Netanjahu soll das Kommen des Messias beschleunigen, indem er Armageddon herbeiführt… Das Problem: Früher waren sie nur in randständigen Sekten organisiert – heute sitzen sie in der israelischen Regierung. Ginge es nach ihnen, so müsste jeder Palästinenser aus Palästina vertrieben werden – für sie sind es nur „Tiere“. Doch die Ultras in Israel sind nicht die einzigen, die die Endzeit geradezu herbeisehnen. Sehenden Auges führen uns Fanatiker in den Untergang.

Sie ließen es geschehen _ von Gerhard Wisnewski

Der Überfall auf Israel am 7. Oktober wurde der Hamas leicht gemacht: Die stärkste Grenzbefestigung der Welt war unbewacht, die kampferprobte Armee großteils abgezogen worden. (Zusammenfassung oben)

Fanatiker und Weltuntergang _ von Federico Bischoff

Religiöse Fundamentalisten im Judentum, Christentum und im Islam träumen von der letzten Schlacht, in der der Teufel besiegt wird. Danach breche das Reich Gottes an. Dass der große Teil der Menschheit in dieser Apokalypse getötet wird, gilt vielen als verschmerzbar, wenn nicht sogar als notwendig.

Von Brooklin nach Berlin _ von Jürgen Elsässer

Die Endzeitsekte der Lubawitscher hat weltweit das Judentum unterwandert. Auch in Deutschland hat sie starke Bastionen aufgebaut.

COMPACT 12/2023: „Endzeit – Fanatiker planen den Weltuntergang“ können Sie hier bestellen.


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